Nicht jede Situation verlangt sofort eine umfassende Untersuchung. Diese kurze Selbsteinschätzung hilft Eigentümern und Trägern von Baudenkmälern, den eigenen Bedarf einzuordnen. Zählen Sie, wie viele Punkte auf Ihr Objekt zutreffen.
Eine Sanierungsmaßnahme steht an
- Es sind Risse, Fehlstellen oder Ausblühungen am Natursteinmauerwerk sichtbar.
- Eine Sanierung oder Instandsetzung ist geplant, aber Umfang und Kosten sind unklar.
- Ein Förderantrag soll gestellt werden und erfordert eine dokumentierte Zustandserfassung.
Denkmalschutz und Eingriff in die Substanz
- Das Objekt steht unter Denkmalschutz und es soll in die Substanz eingegriffen werden.
- Es ist unklar, welche Maßnahmen denkmalschutzrechtlich zulässig sind.
- Eine Abstimmung mit der Denkmalbehörde steht bevor.
Kauf, Übernahme oder Übergabe
- Ein Baudenkmal wird gekauft, geerbt oder in die eigene Zuständigkeit übernommen.
- Der bauliche Zustand ist nicht bekannt oder nicht dokumentiert.
- Eine realistische Einschätzung des Sanierungsbedarfs soll vor einer Entscheidung vorliegen.
- Eine Kirchengemeinde oder ein Träger übernimmt Verantwortung und möchte den Ist-Zustand dokumentieren.
Auswertung
| 1 Punkt | Ein Gespräch kann helfen, die Situation einzuordnen. |
| 2–3 Punkte | Eine fachkundige Bestandsaufnahme ist empfehlenswert. |
| 4 oder mehr | Ohne Fachberatung ist das Risiko von Planungsfehlern und Mehrkosten erheblich. |
Der entscheidende Grundsatz
Ohne Kenntnis des Ist-Zustands wird jede Entscheidung zum Risiko. Eine Bestandsaufnahme kostet einen Bruchteil dessen, was ein Planungsfehler an einem Baudenkmal nach sich zieht.
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